Beziehungen zur EU

- Tschechischer EU-Pass
Nach dem Systemwechsel bildete die EU-Integration eines der zentralen außenpolitischen Ziele Tschechiens. 1993 schloss das Land ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Gemeinschaft ab, das 1995 in Kraft trat. Zwischen 1998 und 2003 liefen die Beitrittsverhandlungen. Im Juni 2003 stimmte die Bevölkerung über den EU-Beitritt ab: Bei einer Volksabstimmung, an der sich 55% der Wahlberechtigten beteiligten, sprachen sich 77,3% für den EU-Beitritt aus. Am 1. Mai 2004 erfolgte der offizielle Beitritt Tschechiens zur Europäischen Union. Laut Eurobarometer, einer im Auftrag der Europäischen Kommission regelmäßig durchgeführten Meinungsumfrage in den EU-Staaten, waren 2006 rund 66% der Tschechen der Meinung, dass ihr Land vom EU-Beitritt profitiert hat.
Gleichzeitig mit dem EU-Beitritt trat Tschechien dem Schengener Abkommen bei. Seit dem 21. Dezember 2007 sind die Kontrollen an den Grenzübergängen zwischen Tschechien und den übrigen Staaten der Schengen-Zone aufgehoben.
Zum 1. Januar 2009 übernahm Tschechien mit Erfolg für sechs Monate die EU-Präsidentschaft. Im selben Jahr wurde der Vertrag von Lissabon unterzeichnet.
Tschechien strebt einen Beitritt zur Eurozone an. Noch steht nicht fest, wann der Euro die Tschechische Krone ablösen wird.
Quellen:
www.auswaertiges-amt.de
www.bpb.de



