Beziehungen zur EU

Wie die anderen baltischen Staaten hat sich Litauen immer als ein Teil Europas gesehen. Der Beitritt zur EU wurde sehr früh angestrebt und als eine „Rückkehr nach Europa“ verstanden.

Schon im Dezember 1995 beantragte das Land die Aufnahme in die EU, doch erst 1999 begannen die Beitrittsverhandlungen. Am 1. April 2003 wurde in Athen der Beitrittsvertrag unterzeichnet und im Mai stimmte die Bevölkerung mit über 91% für den EU-Beitritt. Die Wahlbeteiligung war mit 63% niedriger als erwartet. Wahrscheinlich hat die Dauer der Beitrittsverhandlungen eine gewisse Europaskepsis aufkommen lassen. Am 1. Mai 2004 trat Litauen offiziell der Europäischen Union bei.

Seit dem 1. Mai 2004 nimmt Litauen am Schengener Abkommen teil. Am 21. Dezember 2007 sind die Grenzkontrollen zwischen Litauen und den übrigen Teilnehmern des Abkommens weggefallen.  

Das litauische Parlament hat den Vertrag von Lissabon am 8. Mai 2008 ratifiziert.

Wegen der anhaltenden hohen Inflation ist Litauens Versuch, den Euro zum 01.01.2007 einzuführen, vorerst gescheitert. Auch wenn alle anderen Maastricht-Kriterien bereits erfüllt sind, gehen die Beobachter davon aus, dass die Währungsumstellung nicht vor 2014 erfolgt.

In der zweiten Hälfte 2013 wird Litauen die EU-Ratspräsidentschaft innehaben.


Quellen:

www.auswaertiges-amt.de
 

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