Gesellschaft

Während des Sozialismus gab es in Bulgarien offiziell keine unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und keine nationalen Minderheiten. Nach amtlichem Sprachgebrauch waren alle in Bulgarien lebenden Personen Angehörige der „einheitlichen sozialistischen bulgarischen Nation“. Heute hat sich die Situation geändert − verschiedene Völker sind als nationale Minderheiten anerkannt. Bulgarisch ist zwar Staatssprache, Sprachen nationaler Minderheiten sind aber ebenfalls anerkannt.

Die stärkste ethnische Minderheit bilden die meist im Süd- und Nordosten lebenden Türken (9,5%). Außerdem gibt es Roma (4,6%), Armenier, Russen, Walachen (Aromunen), Tataren, Tscherkessen und Griechen. Makedonier werden nicht als ethnische Minderheit anerkannt. Dies führt immer wieder zu Konflikten im Europäischen Parlament und in der EU-Kommission.


Quellen:

Munzinger Online

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