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In der Slowakei leben verschiedene ethnische Minderheiten. Die größte Minderheit stellen mit über 9% (2001) die Ungarn dar. Sie leben überwiegend im nördlichen Teil des Landes seit der Zeit, als das slowakische Territorium noch Teil der ungarischen Monarchie war. Als weitere Minderheiten sind laut Volkszählung von 2001 zu nennen: Roma (1,67%), Tschechen (0,87%) und zu noch geringeren Anteilen Ukrainer, Deutsche, Polen und Russen. Viele Roma haben sich bei der Volkszählung als Slowaken oder Ungarn bezeichnet. Ihr tatsächlicher Bevölkerungsanteil wird auf über 8% geschätzt.

Die Minderheitenrechte sind in der Verfassung verankert. Exemplarisch seien genannt: das Recht der Minderheiten, eigene Kultur zu entfalten, Informationen in eigener Muttersprache zu empfangen und zu verbreiten, das Recht auf Bildung in der Muttersprache sowie das Recht, die Muttersprache im amtlichen Verkehr anzuwenden.

Spannungen zwischen verschiedenen slowakischen Ethnien waren lange Zeit ein viel diskutiertes innenpolitisches Thema. Die slowakische Regierung bemühte sich nach 1998 verstärkt, die bestehenden Konflikte zu lösen. Dafür wurden neue Institutionen ins Leben gerufen: der Regierungsausschuss für ethnische Minderheiten sowie das Amt eines Regierungsbeauftragten für Romafragen. Bei den Parlamentswahlen 1998 erhielt Pál Csáky von der Partei der Ungarischen Koalition den Posten eines Vizepremiers mit der Zuständigkeit für Menschenrechte und Minderheiten. Im Kabinett von 2002 saßen unter anderem Vertreter der ungarischen Minderheit.


Quelle:

Munzinger Online


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