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Gesellschaft

Stand: April 2017

Im Oktober 2016 haben rund 2,07 Millionen Menschen in Slowenien gewohnt. Diese waren durchschnittlich 42,7 Jahre alt. Die Bevölkerung entwickelt sich damit positiv, denn 2008 lebten nur 2,03 Millionen Menschen im Land. Diese Entwicklung liegt zum einen daran, dass mehr Kinder geboren werden, als es Todesfälle gibt. Zum anderen ist die Immigration seit Jahren etwas höher als die Emigration. Der Anteil der Über-65-Jährigen lag 2015 bei etwa 18 Prozent.

In Slowenien leben durchschnittlich 102 Menschen auf einem km2.

Minderheiten

Slowenien gilt als ein ethnisch homogenes Land. Neben der Titularnation der Slowenen (83,1%) leben hier nur kleine Minderheiten von Serben (2,0%), Kroaten (1,8%), Bosniaken (1%), Mazedonier (0,2%), Albaner und Ungarn (jeweils 0,3%). Insgesamt sind 4,9 Prozent der Bevölkerung Ausländer (2014) - dabei kommen drei von vier ausländischen Bürgern aus der früheren Republik Jugoslawien. Der Anteil von EU-Bürgern in Slowenien lag 2014 bei 17 Prozent.

Keine Angaben gibt es über die Zahl der Roma in Slowenien. Ihre Rechte sind durch Artikel 65 der Verfassung und einige Gesetze geschützt. Vertreter der Roma sitzen in den Gemeinderäten. Doch kommt es immer wieder zu Akten der Diskriminierung ihnen gegenüber. Zum Schutz der Minderheitenrechte hat Slowenien zudem 1994 das Amt eines spezialisierten Ombudsmanns - also einer unpareiischen Schiedsperson - geschaffen.

Die Amtssprache ist Slowenisch (von 87,7 Prozent der Bevölkerung gesprochen). Jedoch sind auch Minderheitensprachen, vor allem Kroatisch, Serbisch und Bosniakisch verbreitet. Ungarisch und Italienisch sind sogar verfassungsrechtlich geschützt (Art. 64). 

Religion

Die katholische Kirche ist mit 58 Prozent Anhängern in der Bevölkerung die dominierende Religionsgemeinschaft. Jedoch gibt es insgesamt über 40 registrierte Glaubensgemeinschaften und spirituelle Gruppen. So ordnen sich jeweils knapp 2,5 Prozent der Menschen in Slowenien dem muslimischen und dem christlich-orthodoxen Glauben zu. Diese Prozentangaben basieren auf dem Zensus 2002, bei dem auch 10 Prozent angegeben haben, keiner Religion anzugehören. Die Zahl derer, die sich nicht zuordnen wollten, war mit 26 Prozent vergleichsweise hoch.


Quellen

Munzinger Online

Fischer Welt Almanach 2014

Republic of Slovenia: Statistical Office

Government Communication Office: Slovenia

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