Wirtschaft

- Bosnische Mark
Bosnien-Herzegowina ist reich an Rohstoffen und Energiereserven. Zahlreiche Flüsse mit starkem Gefälle stellten bis zum Zerfall Jugoslawiens die Grundlage eines bedeutenden hydroenergetischen Sektors dar, der rund ein Drittel der gesamtjugoslawischen Stromkapazität ausmachte. Außerdem waren viele Betriebe der Rüstungs- und Schwerindustrie in Bosnien-Herzegowina angesiedelt.
Der Krieg brachte die Wirtschaft fast völlig zum Erliegen. Ca. 80% aller Industrieanlagen wurden zerstört. Der Wiederaufbau ging nur langsam voran, doch inzwischen hat sich die Lage stabilisiert. Die Infrastruktur ist wieder weitgehend intakt, und das Land stellt einen einheitlichen Wirtschaftsraum dar. Die Privatisierung der kleinen und mittleren Unternehmen ist abgeschlossen. Die Bereiche Telekommunikation, Transport und Strom wurden jedoch bisher nur in der Republika Srpska privatisiert, weil hier die Entscheidungsfindung leichter von statten geht.
Die weltweite Rezession seit 2008 traf auch Bosnien und Herzegowina. 2009 ging der Export um ca. 20%, das BIP um ca. 3% zurück. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass sich die Lage bereits 2010 wieder stabilisiert.
Die wichtigsten Wirtschaftszweige Bosniens sind der Engergiesektor (v.a. erneuerbare Energien) und die Metallverarbeitung. Der Landwirtschaftssektor erwirtschaftet etwa 9% des Bruttoinlandsproduktes.
Quellen:
Munzinger Online
www.auswaertiges-amt.de


