Wirtschaft

- 1000 albanische Lek
Obwohl Albanien über Bodenschätze, fruchtbare Böden und günstige klimatische Bedingungen in der Ebene verfügt, befand sich das Land Ende der 1980er Jahre wirtschaftlich auf dem Niveau eines Entwicklungslandes. Die ohnehin eher schleppend laufende wirtschaftliche Transformation erlitt 1997 durch eine schwere Krise im Finanzsektor einen herben Rückschlag. Erst als sie überwunden war, erfolgten wesentliche Fortschritte beim Aufbau marktwirtschaftlicher Strukturen. Mit Unterstützung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank wurden die Preise liberalisiert und die staatlichen Betriebe privatisiert.
In den letzten Jahren verzeichnet die albanische Wirtschaft ein stabiles reales Wachstum von 5% bis 6% (2006: 6%). Auch die Währung ist relativ stabil − die jährliche Inflationsrate schwankt zwischen 2% und 3%. Ein großes Problem stellt die hohe Arbeitslosenrate dar. Nach offiziellen Angaben lag sie im 1. Quartal 2007 bei 13,6%, inoffiziell wird sie jedoch auf 25% bis 40% geschätzt. Als weitere wesentliche Probleme sind die hohe Kriminalität, Korruption in der Verwaltung und Engpässe bei der Energieversorgung zu nennen. Auch bei der Bekämpfung der Schattenwirtschaft, die bis zu 50% des Bruttoinlandsprodukts ausmacht, kommt Albanien schlecht voran.
Der Hauptwirtschaftszweig Albaniens ist der Dienstleistungsbereich, auch das Baugewerbe entwickelt sich positiv. Der Anteil des Agrarsektors und der Industrie geht langsam zurück.
Seit Oktober 1992 besteht zwischen Albanien und der EU ein Handels- und Kooperationsabkommen. Im September 2000 wurde Albanien in die Welthandelsorganisation (WTO) aufgenommen. Im Juni 2006 haben Albanien und die EU zusätzlich ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen unterzeichnet, das zum Ende 2006 in Kraft trat.
Quelle:
Munzinger Online
www.auswaertiges-amt.de


