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Wirtschaft

Bierbrauerei

Estland hat relativ konsequent den Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft durchgeführt. Danach folgten Jahre des wirtschaftlichen Wachstums, die sehr abrupt durch das Krisenjahr 2009 unterbrochen wurden. Damals ging die Wirtschaftsleistung um 14 Prozent zurück. Diese wuchs allerdings in den Folgejahren 2011 und 2012 wieder kräftig, sodass der Einbruch des Jahres 2009 weitgehend ausgeglichen werden konnte. Nachdem wichtige Handelspartner (Finnland, Russland, Schweden) im Jahr 2013 ihre Nachfrage einschränkten, kann Estland inzwischen wieder ein stetiges Wachstum vorweisen. Dafür ausschlaggebend ist insbesondere eine gewachsene Nachfrage im Inland.

Aktuelle Wirtschaftslage

Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ist mit 15.600 Euro das höchste der Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion und auch eines der höchsten im gesamten osteuropäischen Raum. Estland betreibt eine sehr erfolgreiche Haushaltspolitik. Seine Staatsverschuldung gehört zu den niedrigsten in Europa. Auch liegt die Arbeitslosigkeit in Estland mit rund 6,4 Prozent deutlich unter dem EU-Durchschnitt (9,5 Prozent). Das Land wird im Zeitraum 2014-2020 von der Europäischen Union mit rund 4,3 Milliarden Euro unterstützt, was die geringste Summe unter den baltischen Staaten ist.

Wichtige Wirtschaftszweige sind die Immobilien- und Baubranche, die verarbeitende Industrie, Transport, Telekommunikation, Tourismus und Handel. Hier werden fast zwei Drittel des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Der Dienstleistungssektor - hier vor allem Finanzdienstleistungen - entwickelt sich besonders gut, wohingegen die Bedeutung der Land-, Forstwirtschaft und Fischerei stark zurückgegangen ist.

Außenhandel

Die wichtigsten Handelspartner für Estland sind die EU-Mitgliedstaaten und Russland. Dabei werden in in die europäischen Länder vor allem Maschinen, Geräte und Anlagen, Holz(-produkte), Metall(-waren) und Textilien sowie Öl aus Ölschiefer und Elektroenergie exportiert. Für Einfuhren sind die Länder Finnland, Deutschland und Schweden von besonderer Bedeutung.

Estland ist Mitglied der WTO, des IWF, der Weltbankgruppe und seit 2010 auch der OECD. Zum 1. Januar 2011 hat Estland mit dem Beitritt zur Europäischen Währungsunion den Euro eingeführt.


Quellen:
www.auswaertiges-amt.de
Fischer Weltalmanach 2013 + 2014

 

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