Wirtschaft

Kosovo war das ökonomisch rückständigste Gebiet Jugoslawiens. 1984 lag der Entwicklungsstand Kosovos bei 26% des jugoslawischen Durchschnitts. Die Provinz war auf Investitionen aus Belgrad angewiesen. Die Arbeitslosenrate betrug 43,4%. Das Gebiet war viel stärker bevölkert als das Restjugoslawien. Die meisten Menschen waren in der Landwirtschaft tätig.
Angesichts dieser desolaten Ausgangslage hat sich die Situation in den letzten Jahren schrittweise verbessert. Aufgrund ihrer geringen Integration in die Globalwirtschaft ist die Wirtschaft Kosovos von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise bisher nicht direkt betroffen. Allerdings haben die indirekten Folgen das Wachstum etwas gebremst, so dass das Wirtschaftswachstum 2009 bei 4,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegt (nach 5,4 Prozent in 2008).
Der aktuelle Stand der Arbeitslosenrate von 43% (unter den 15 bis 25-Jährigen sogar bis zu 75%) ist weiterhin höchst besorgniserregend. Kosovo gehört damit zwar zu den wachstumsstärksten Ländern Europas 2009, gleichzeitig aber auch zu den ärmsten.
Die wichtigsten Wirtschaftssektoren sind Dienstleistungen (ca. 63% des BIP), Landwirtschaft (19%) und die Industrie (18%). Im internationalen Handel beschränkt sich das Kosovo bislang hauptsächlich auf Importe, der Exportsektor ist nach wie vor gering.
Quelle:
Munzinger Online
www.auswärtiges-amt.de


