Wirtschaft

- lettische Lats
Der Wandel von der Plan- zur Marktwirtschaft ist in Lettland weit vorangeschritten. Die Wirtschaft ist bereits zu über 90% privatisiert. Die makroökonomische Entwicklung war lange Zeit vielversprechend, und Lettland wurde als eines der Boom-Länder Europas gesehen.
In den letzten Jahren erlebt Lettland allerdings eine schwere ökonomische Depression. Seit 2000 war das BIP stetig gestiegen, 2009 musste das Land mit -16,7% jedoch einen sehr starken Einbruch des BIP verbuchen.
Auch bei der Entwicklung der Arbeitslosenquote schneidet Lettland im EU-Vergleich besonders schlecht ab. Betrug die Quote im Januar 2005 noch 5,4%, lag sie 2008 bereits bei 11,3% und stieg gegen Ende 2009 sogar auf 22,8% an.
Das BMI rechnet zwar damit, dass der Wendepunkt in der lettischen Wirtschaftsdepression bald erreicht sein wird, jedoch werden die Folgen noch über einen langen Zeitraum zu spüren sein. Das Land wird auch in den nächsten Quartalen mit seiner hohen Inflationsrate, Schuldentilgungen und dem Einbruch des Außenhandels zu kämpfen haben. Der Beitritt zum Euro-Raum wird dennoch für 2014 angestrebt; die lettische Regierung ist zuversichtlich, die Krise bald überwinden zu können.
Lettlands Außenwirtschaft ist zum Großteil nach Westen ausgerichtet. Über 70% der Exporte und Importe wickelt das Land mit der EU ab. Bei den Ausfuhren dominieren Holzprodukte, Textil- und Metallwaren, Chemikalien und Maschinen. Eingeführt werden überwiegend Maschinen und Ausrüstungen, Textilwaren und Lebensmittel. Neuerdings ist eine Verbesserung der wirtschaftlichen Kooperation mit Russland und den baltischen Ländern zu beobachten. Die Importe übersteigen die Exporte um das zweifache. Seit 1999 ist Lettland Mitglied der Welthandelsorganisation.
Quellen:
www.auswaertiges-amt.de


