Wirtschaft

Ölraffinerie

Unmittelbar nach der Unabhängigkeit ist das Bruttoinlandsprodukt Litauens um rund die Hälfte gesunken. Erst Mitte der 1990er Jahre hat sich die Wirtschaft erholt. Seitdem ist ein konstantes reales Wirtschaftswachstum zu verzeichnen, das vor allem durch Handel und Telekommunikation, d.h. durch den Dienstleistungssektor getragen wird.

Aber auch anderen Wirtschaftszweigen kommt große Bedeutung zu. Der Agrarsektor ist traditionell stark ausgeprägt. Im Industriesektor gelten die Bereiche Nahrungsmittel, Chemie und Pharmazie als zukunftsweisend.

Im Vergleich des zweiten Quartals 2010 zum ersten Quartal 2010 verzeichnete Litauen einen BIP-Anstieg von 2,9%. Damit lag das Land an der Spitze der EU27. Allerdings liegt das BIP pro Kopf noch immer bei nur knapp über 50% des EU-Durchschnittswerts.
Die Arbeitslosenrate wird auf 13,7 Prozent geschätzt. Außerdem ist Litauen wie auch andere EU-Beitrittsländer von einer Abwanderung von Facharbeitern im Zusammenhang mit der neuen Arbeitnehmerfreizügigkeit betroffen.

Im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise stiegen die Verbraucherpreise 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent, das monatliche Pro-Kopf-Einkommen verzeichnete einen Rückgang um 7,3 Prozent.


Quellen:

Dagmar Meyer: Litauen im Überblick, in: Der Bürger im Staat 2-3/2004, S. 154-155.

www.auswaertiges-amt.de

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