Wirtschaft

Wolkenkratzer in Warschau

Die Transformation von der Plan- zur Marktwirtschaft erfolgte in Polen in Form von "Schocktherapie": Marktwirtschaftliche Strukturen wurden innerhalb kürzester Zeit aufgebaut, was mit dem Einbruch des Bruttoinlandsprodukts und gravierenden Folgen für die Bevölkerung einherging. Die bis dahin sehr geringe Zahl der Arbeitslosen schoss in die Höhe (Arbeitslosenquote 1993: 16,4%), die Lebensqualität sank. Die sozialen Sicherungssysteme waren einer solchen Belastung nicht gewachsen und konnten das Abgleiten vieler Menschen in die Armut nur begrenzt abfangen.

Inzwischen hat sich die Lage stabilisiert. Polens Volkswirtschaft nähert sich der Wirtschaftsstruktur der alten EU-15 Mitgliedsstaaten an. Die Wirtschaftskrise hat Polen 2009 vergleichsweise gut überstanden und konnte als einziger EU-Mitgliedsstaat ein positives Wachstum verzeichnen. Die Bruttowertschöpfung erfolgt inzwischen zu fast 56 Prozent im Dienstleistungssektor und nur noch zu 21 Prozent in der Industrie; über sechs Prozent entstehen in der Bauwirtschaft und knapp vier Prozent in der Landwirtschaft.

Die Arbeitslosenquote hatte 2008 mit 8,8% einen historischen Tiefstand erreicht, stieg 2009 allerdings wieder auf 11,9%.


Quellen:

Munzinger Online
www.auswaertiges-amt.de
www.bpb.de

 

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