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Beziehungen zur EU

Als Pionierland des westlichen Balkans schloss Mazedonien am 9. April 2001 mit der EU ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) ab, das im April 2004 in Kraft trat. Bereits am 22. März 2004 reichte Mazedonien seine Bewerbung für eine EU-Mitgliedschaft ein und erlangte im Zusammenhang mit dem SAA den Status eines „potentiellen Kandidaten“ einer sich erweiternden Europäischen Union.

Im November 2005 hatte die Brüsseler Kommission Mazedonien Fortschritte bei politischen und wirtschaftlichen Reformen bescheinigt und gleichzeitig den Kandidatenstatus empfohlen. Dieser wurde Mazedonienam 16. Dezember 2005 offiziell zuerkannt.  Bislang steht der Namensstreit mit Griechenland dem Beginn der Verhandlungen allerdings noch im Wege. Auch ein Vermittlungsversuch der EU im Jahr 2013 brachte keine Fortschritte in dieser Frage. Aus diesem Grund konnte bisher auch noch kein Beschluss des EU-Rates zur Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Mazedonien gefällt werden, obwohl im Oktober 2013 die EU-Kommission erneut die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit Mazedonien vorgeschlagen hat.

Zugleich hat die EU mehrfach die mangelnde Zusammenarbeit Makedoniens mit dem Nachbarland Bulgarien kritisiert. Das Verhältnis beider Staaten ist aufgrund gegenseitiger historischer Ansprüche belastet. Trotzdem ist Mazedonien grundsätzlich zu einer engeren regionalen Zusammenarbeit auf dem Balkan bereit wie sie auch von der EU unterstützt wird.


Quellen:

www.auswaertiges-amt.de, Fischer Welt Almanach 2014


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