EaP-Staaten: Armenien

Länderprofil Armenien

| Ländername | Republik Armenien - Armenisch: Hajastani Hanrapetutjun |
| Klima | größtenteils kontinental |
| Lage | Im Norden und Osten des Landes liegt die Gebirgszüge des Kleinen Kaukasus, im Südwesten das Armenische Hochland, im Südosten und Osten Ostanatolische Hochgebirge. |
| Nachbarländer | Aserbaidschan, Georgien, Iran, Türkei |
| Landesfläche | 29.800 km² |
| Hauptstadt | Jerewan ca. 1 Mio. Einwohner (2021) |
| Bevölkerung | ca. 3 Millionen (Armenier 98,11%, Jesiden 1,17%, Russen 0,39%, Assyrer 0,09%, Kurden 0,07%) |
| Landessprache | Armenisch |
| Religionen | 92,72% Armenisch-Orthodox, 0,97% Protestanten, 0,83% Jesiden, 0,46% Armenisch-Katholisch, 0,29% Zeugen Jehovas. |
| Unabhängigkeit | Unabhängigkeit am 28. Mai 1918, 21. September 1991 Austritt aus der Sowjetunion |
| Staats-/Regierungsform | Parlamentarische Republik |
| Demokratieindex | Platz 89 (2021) - Hybridregime |
| Staatsoberhaupt | Staatspräsident Wahagn Chatschaturjan, parteilos; seit 2022 |
| Regierungschef | Ministerpräsident Nikol Paschinyan (Zivilvertrag); seit 2018 |
| Verwaltungsstruktur | Zentralverwaltung mit Elementen regionaler Selbstverwaltung, 11 Regionen (Marser) und 931 Gemeinden. |
| Bruttoinlandsprodukt BIP pro Kopf | 13,86 Mrd. US Dollar (2021) 4,670 US Dollar (2021) |
| Wechselkurs | 1 EUR = 397,05 AMD (Dram); Stand: Okt 2022 |
Geschichte
Die Armenier können auf eine 3000 Jahre alte Geschichte zurückblicken. Zeugnisse früh geschichtlicher Besiedlung, die zur Entwicklung des armenischen Volkes und seiner Tradition beigetragen haben, findet man am Fuße des Ararat. Die eigentliche Geschichte des Landes beginnt mit dem Zerfall des urartäischen Reiches im 7. Jahrhundert v. Chr.
Politisches System
Seit 1991 ist Armenien eine souveräne Republik. 2015 kam es zu einer entscheidenden Verfassungsreform, die die Macht des Präsidenten einschränkte. Seit über einem Jahrzehnt hatte die "Republikanische Partei" des Präsidenten Sersch Sargsjan das Land regiert. Mit dieser Reform begann somit der Übergang weg von der semi-präsidentiellen hin zu einer parlamentarischen Republik.
Gesellschaft
Die Gesamtbevölkerung Armeniens kann man als ethnisch homogen bezeichnen. Die größte ethnische Minderheit waren mit einem Bevölkerungsanteil von ca. 1% die Jesiden.
Wirtschaft
Nach dem Zerfall der Sowjetunion geriet der junge Staat in eine schwere Wirtschaftskrise. Neben den üblichen tiefgreifenden Problemen, die sich bei einer Umstellung von einer Zentralverwaltungswirtschaft auf eine liberale Marktwirtschaft ergeben, kam erschwerend der Konflikt um Bergkarabach mit Aserbaidschan hinzu.
Außenpolitik
Armenien verfolgt eine so genannte "Politik der Komplementarität". Das Land unterhält gute Beziehungen zu strategisch wichtigen Großmächten wie den Vereinigten Staaten und Russland, auch wenn bei einigen Themen keine Einigkeit herrscht. Die militärische Sicherheit soll durch die Präsenz russischer Truppen im Land garantiert werden. Andererseits öffnet sich das Land gen Westen und hat eine ausgeprägte politische Lobby in den Vereinigten Staaten, die in der Region ihre geopolitischen Interessen verfolgen.