Baltikum: Estland
Länderdaten
| Ländername | Republik Estland - Eesti Vabariik |
| Flagge | ![]() |
| Klima | maritim bis mäßig kontinental, lange Winter, kühle Sommer |
| Lage | Nord-östliches Ufer der Ostsee |
| Nachbarländer | Russland, Lettland |
| Landesfläche | 45.227 km² |
| Hauptstadt | Tallin (437.800 Einwohner, 2021) |
| Bevölkerung | 1,32 Millionen, 2022 (65% Esten, 23% Russen, 2% Ukrainer, 1% Weißrussen) |
| Landessprache | Estnisch (Amtssprache), daneben Russisch |
| Religionen | mehrheitlich religionslos, 14% Lutheraner, 12% Orthodoxe; Minderheiten von Katholiken, Juden u.a. |
| Unabhängigkeit | Unabhängigkeitserklärung 24.02.1918 Besetzung durch die Sowjetunion 17.06.1940 Wiederherstellung der Unabhängigkeit 20.08.1991 |
| Staats- / Regierungsform | Parlamentarische Demokratie |
| Demokratieindex | Platz 27 (2021) - Unvollständige Demokratie |
| Staatsoberhaupt | Präsident der Republik: Alar Karis, parteilos (seit 11.10.2021) |
| Regierungschef | Premierministerin: Kaja Kallas, liberale Estnische Reformpartei (Eesti Reformierakond) (seit 2021) |
| Verwaltungsstruktur | 15 Landkreise, 79 Gemeinden, 15 Stadtgemeinden und 64 Landgemeinden (seit Verwaltungsreform 2017) |
| Bruttoinlandsprodukt | 36.26 Mrd. US Dollar (2021) |
| BIP pro Kopf | 27,280 US Dollar (2021) |
| Währung | Euro (seit Januar 2011) |
Geschichte
Fast acht Jahrhunderte lang war das Territorium des heutigen Estlands ein Spielball im Machtkampf verschiedener Staaten. Im 13. Jahrhundert wurden die dort lebenden finno-ugrischen Stämme teils von Dänemark und teils von den Rittern des Schwertbrüderordens unterworfen. 1346 verkaufte Dänemark seinen Teil an den Deutschen Orden, in dem zuvor schon der Schwertbrüderorden aufgegangen war.
Politisches System
Estlands Verfassung wurde 1991 ausgearbeitet und am 28. Juni 1992 in einem Referendum vom Volk angenommen. Am 3. Juli 1992 trat sie in Kraft. Dem Prinzip der Gewaltenteilung und des Gewaltengleichgewichts wird sie in vollem Maße gerecht.
Gesellschaft
Die Migration innerhalb der Sowjetunion hat dazu geführt, dass etwa ein Drittel der Bevölkerung Estlands Ende der 1980er Jahre aus Nicht-Esten bestand. Die größte Minderheit bildeten mit etwa 30% die ethnischen Russen. Nach dem Erlangen der Unabhängigkeit stellte sich die Frage, wie sie in die estnische Gesellschaft integriert werden können. Um diesem Problem gerecht zu werden, hat die Regierung eine Reihe von Maßnahmen ins Leben gerufen.
Wirtschaft
Die wirtschaftliche Lage in Estland hat sich seit der Weltwirtschaftskrise wieder erholt und das Bruttoinlandsprodukt wächst. So liegt hier die Arbeitslosigkeit deutlich unter dem EU-Durchschnitt.
Beziehungen zur EU
Zusammen mit anderen baltischen Staaten stellte Estland 1995 einen Antrag auf den EU-Beitritt. Die Beitrittsverhandlungen waren im Dezember 2002 auf dem EU-Gipfel in Kopenhagen abgeschlossen.2004 ist das Land der EU beigetreten.
Links und Publikationen
