Südosteuropa: Albanien

Länderdaten
| Ländername | Republik Albanien |
| Flagge | ![]() |
| Klima | an der Adriaküste mediterran, im östlichen Gebirge kontinental |
| Lage | am westlichen Rand der Balkanhalbinsel |
| Nachbarländer | Montenegro, Kosovo, Mazedonien, Griechenland |
| Landesfläche | 28.748 km² |
| Hauptstadt | Tirana ca. 557.442 Einwohner, 2011 |
| Bevölkerung | 2,81 Millionen, 2021 (82,6% Albanier, 0,9% Griechen, weiter: Mazedonier, Montenegriner, Aromunen, Roma, Balkan Ägypter und weitere, 14% gaben keine Ethnizität an; Zensus 2011) |
| Landessprache | Albanisch (Shqip) |
| Religionen | 65% Sunnitische Muslime, 10% Katoliken, 6% Orthodoxe, 2% Bektaschi Muslime, weitere Christen (0,08%) und andere Religionen (0,02%). (Zensus 2011) |
| Unabhängigkeit | 28.11.1912 ausgerufen 29.07.1913 von den europäischen Mächten anerkannt |
| Demokratieindex | 68 (2021) - Unvollständige Demokratie |
| Staats-/Regierungsform | Parlamentarische Republik |
| Staatsoberhaupt | Präsident Bajram Begaj; seit 2022 |
| Regierungschef | Ministerpräsident Edi Rama, Sozialistische Partei (SP); seit 2013, Wiederwahl 2017 |
| Verwaltungsstruktur | 12 Qarqe und die 61 untergeordneten Gemeinden (Bashika); seit 2015 |
| Bruttoinlandsprodukt | 18,26 Mrd. US Dollar (2021) |
| BIP pro Kopf | 6,494 US Dollar (2021) |
| Währung | Albanischer Lek |
| Wechselkurs | 1 Euro = 116,51 ALL (albanischer Lek); Stand: Okt 2022) |
Geschichte
Albanische Territorien standen immer wieder unter Fremdeinfluss. Unter Osmanischer Oberherrschaft begann Ende des 14. Jahrhunderts die Einbindung in die türkisch-orientalische Kultur. Kein anderes Gebiet auf dem Balkan wurde dauerhaft so islamisiert wie das albanische Siedlungsgebiet. Nur im Norden gibt es heute noch einige Katholiken oder südalbanische Orthodoxe.
Politisches System und aktuelle Politik
Nach den ersten pluralistischen Parlamentswahlen verabschiedete das Parlament am 29. April 1991 eine Übergangsverfassung, die in der Folgezeit mehrmals ergänzt und geändert wurde. Eine neue Verfassung wurde im Oktober 1998 vom Parlament verabschiedet und trat nach einer Volksabstimmung (22. November) am 28. November 1998 in Kraft.
Gesellschaft
Charakteristisch für die Geschichte Albaniens ist die Tatsache, dass viele Albaner außerhalb des albanischen Kerngebietes gelebt haben. Während Albanien 2004 knapp 3,1 Mio. Einwohner zählte, lebten schätzungsweise 3 bis 4 Millionen Albaner im Ausland, davon ca. 2 Mio. im Kosovo, ca. 0,5 Mio. in Makedonien, kleinere Gruppen in Montenegro, Südserbien, Griechenland, Süditalien, den USA und Australien.
Wirtschaft
Obwohl Albanien über Bodenschätze, fruchtbare Böden und günstige klimatische Bedingungen in der Ebene verfügt, stand das Land Ende der 1980er Jahre wirtschaftlich auf dem Niveau eines Entwicklungslandes. Die eher schleppend laufende wirtschaftliche Transformation erlitt 1997 durch eine schwere Krise im Finanzsektor einen herben Rückschlag.
Außenpolitik
Seit der Auflösung der Sowjetunion strebt Albanien eine Integration in euro-atlantische Struturen an. Wichtige Schritte hierfür sind eine Mitgliedschaft in der OSZE seit 1991, in der NATO seit 2009 und der Status eines EU-Beitrittskandidaten seit 2014.
EU-Beitritt
Albanien und Nordmazedonien gehören zu den Beitrittskandiddaten, die im Zuge der Westbalkanerweiterung kurz vor Beginn der Beitrittsverhandlungen stehen.
