Südosteuropa: Montenegro

Länderdaten
| Ländername | Montenegro - Crna Gora |
| Flagge | ![]() |
| Klima | an der adriatischen Küste mediterran, im Landesinneren gemäßigt kontinental, in den Bergen lange Winter mit viel Schnee |
| Lage | Balkanischer Staat an der Adria |
| Nachbarländer | Albanien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Kosovo |
| Landesfläche | 13.812 km² |
| Hauptstadt | Podgorica, ca. 191.000 Einwohner (2021) |
| Bevölkerung | 620,173 Einwohner, 2021 (Montenegriner 45%, Serben 29%, Bosniaken 8,5%, Albaner 5%, Andere 8,7%; Stand 2011). |
| Landessprache | Serbisch/Montenegrinisch (geschrieben sowohl in lateinischer als auch in kyrillischer Schrift) Albanisch ist im überwiegenden Siedlungsgebiet dieser Bevölkerungsgruppe (Städte Ulcinj und Tuzi) offizielle Unterrichtssprache in den Schulen, Schüler können dort zwischen Serbisch/Montenegrinisch und Albanisch wählen |
| Religionen | 72% Orthodoxe, 4% andere christliche Konfessionen, 20% Muslime, 1% keine religiöse Zugehörigkeit, 1% anderer Religionen (2011) |
| Unabhängigkeit | 3. Juni 2006 |
| Staats-/Regierungsform | Parlamentarische Republik |
| Verwaltungsstruktur | 21 Gemeinden |
| Demokratieindex | 74 (2021) – Unvollständige Demokratie |
| Staatsoberhaupt | Präsident Milo Đukanović, Demokratische Partei der Sozialisten; seit 2018 |
| Regierungschef | Ministerpräsident Dr. Dritan Abazović, Bürgerbewegung Vereinigte Reformaktion; seit 2022 geschäftsführend |
| Bruttoinlandsprodukt BIP pro Kopf | 5,81 Mrd. US Dollar (2021) 9,367 US Dollar (2021) |
| Währung | Euro (als Fremdwährung; nicht Mitglied in der Währungsunion) |
Geschichte
Montenegro ist historisch eng mit Serbien verbunden. Im Rahmen des Berliner Kongresses von 1878 wurde Montenegro, das bis dahin zum Osmanischen Reich gehörte, ein unabhängiges Königreich. Bereits 1918 jedoch endete die Unabhängigkeit durch die Eingliederung in das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, welches später in Jugoslawien umbenannt wurde.
Politisches System
Eines der wichtigsten Ereignisse in der montenegrinischen Geschichte seit der Unabhängigkeit war der Beschluss einer neuen Verfassung, die 2008 in Kraft gesetzt wurde. In der Verfassung werden alle in Montenegro lebenden Ethnien einzeln angeführt.
Gesellschaft
Die Bevölkerung Montenegros besteht zum großen Teil aus Montenegrinern (43%) und aus Serben (32%). Weitere Minderheiten bilden Albaner (7,1 %), die vor allem in den Gebieten entlang der Grenze zu Albanien und zu Serbien leben, Kroaten (1,0 %) und Roma (0,4 %).
Wirtschaft
Die montenegrinische Wirtschaft befindet sich weiterhin in der Phase der Transformation von sozialistischer Planwirtschaft zu sozialer Marktwirtschaft. Hierbei sind einige Erfolge erzielt worden.
Beziehungen zur EU
Am 12. Juni 2006 wurde Montenegro durch die Außenministerkonferenz der EU als eigenständiger Staat anerkannt. Nach der Unabhängigkeit von Serbien musste Montenegro die Mitgliedschaft in verschiedenen internationalen Organisationen neu beantragen. Erfolgt ist bereits die Aufnahme in die Vereinten Nationen und die OSZE.
EU-Beitritt
Unter den derzeitigen Beitrittskandidaten der Westbalkanerweiterung ist Montenegro, was die Beitrittsgespräche anbelangt, am weitesten fortgeschritten.
Links und Publikationen
